Projekte

"Spaichinger Gesichter"

Mit dem neuen Projekt „Spaichinger Gesichter“ wollen wir den zahlreichen ehrenamtlichen Menschen in unserer Stadt ein Gesicht geben. Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat eines Gemeinwesens, ebenso kostbar wie unverzichtbar. Es lebt von der Wertschätzung und von Vorbildern. Viele wirkten im Hintergrund, wollten Gutes tun, ohne es an die große Glocke zu hängen. Diese Personen wollen wir in unregelmäßigen Abständen besonders würdigen.

 

Hier gibt es eine Übersicht der bisherigen "Spaichinger Gesichter".

 

Kennen Sie eine solche Spaichingerin oder einen Spaichinger? Kommen Sie gerne auf uns zu.

 



Bänkle-Aktion

Würden Sie sich an einem bestimmten Ort rund um Spaichingen eine Ruhebank wünschen? Oder könnten Sie es sich vorstellen, die finanzielle Patenschaft einer Ruhebank zu übernehmen?

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Jugendsozialpreis

04.03.2016

Die Spaichinger Bürgerstiftung hat am Donnerstagabend in der Erwin-Teufel-Schule erstmals ihren Jugendsozialpreis „Lebendiges Miteinander“ verliehen. Der erste Preis ging an die Gruppe „Jufam“ (Jugendliche für andere Menschen) des Spaichinger Gymnasiums. Sie kümmert sich stundenweise um alte und behinderte Menschen. Über den zweiten Preis freuen durfte sich die Spaichinger Gruppe „Fairbrecher“ – eine Eine-Welt-Gruppe junger Leute, die fair gehandelte Waren verkauft. Und Dritte wurde Vanessa Grimm, ebenfalls von „Jufam“: Sie besucht jeden Freitagnachmittag zwei Stunden einen behinderten Bewohner des Wohnheims St. Agnes.
„Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir einen Beitrag leisten können, um ein lebendiges Miteinander zu bekommen im Staat“, sagte Franz Schuhmacher vom Stiftungsvorstand zum Antrieb für den neuen Preis. „Wir haben ihn ausgeschrieben, um zu zeigen, was von Jugendlichen wirklich geleistet wird in unserer Stadt.“ Die Bürgerstiftung wolle, „dass die Jugend in Spaichingen ihren Beitrag leistet zur Gemeinschaft“. Und er wies darauf hin, dass die Urkunden den Preisträgern „auch Bewerbungen erleichtern könnten“. Gewünscht hätte er sich, dass „noch mehr Firmenvertreter“ gekommen wären, „weil uns genau diese Verbindung wichtig ist“. Ausgezeichnet wurden 25 Jugendliche. Insgesamt wurden 800 Euro verteilt, gesplittet in 400, 250 und 150 Euro.
„Die Jugendlichen tun etwas nicht Selbstverständliches und entwickeln Sozialkompetenz“, sagte Nadja Merkle vom Altenzentrum St. Josef, die die Laudatio für „Jufam“ übernahm. Mehr als 150 Neunt- bis Zwölftklässler hätten inzwischen an dem Projekt in Senioren- und Behindertenwohnheimen teilgenommen. Sie betreuen einmal die Woche gezielt Personen. 7400 Stunden Hilfe seien mittlerweile geleistet worden.


2004 gegründet wurde die Gruppe „Fairbrecher“ von „Jugendlichen, die nicht nur quatschen wollten, sondern etwas tun, um die Welt fairer zu gestalten“, so Laudatorin Dr. Gabriele Polzer. Knapp zehn junge Leute verkaufen einmal im Monat nach katholischen Gottesdiensten fair gehandelte Lebensmittel wie Kaffee und Schokolade. „Mit eurem Engagement setzt ihr euch ein für ein wenig mehr Gerechtigkeit in der Welt“, lobte Polzer. Gerechter Handel trage dazu bei, „dass Menschen von ihrer Arbeit leben und in ihrer angestammten Heimat bleiben können“. Die jungen Preisträger sagten, dass sie „einen Beitrag leisten möchten zu besseren Lebensbedingungen für Menschen in ärmeren Gegenden der Welt“. Mit dem Preisgeld werden unter anderem neue T-Shirts mit Gruppenlogo finanziert.


Regina Wenzler vom Stiftungsvorstand stellte das Engagement von Vanessa Grimm vor: Seit fünf Jahren besucht sie jeden Freitag einen jungen Rollstuhlfahrer, geht mit ihm spazieren, ins Café oder Kino. „Sie möchte, wenn andere junge Menschen schon ins Wochenende starten, keinen Besuch versäumen“, sagte Wenzler.
Alle bekamen Urkunden und Präsente der Fischerwerke aus Waldachtal. Deren Leiter Politik und Außenbeziehungen, Edmund Kammerer, hielt die Festrede über „Wirtschaft und Gemeinwesen“. Er verdeutlichte, dass junge Leute, die sich bei dem Unternehmen bewerben, „auf jeden Fall einen Bonus haben“, wenn sie sich sozial engagierten oder Vereinsaktivitäten vorweisen könnten.
Moderator des Abends war Stiftungsvorstand Thomas Kästle. Für musikalische Intermezzi sorgte das Klarinetten-Quartett der Stadtkapelle mit Stücken von Händel und den Beatles, für ein leckeres Buffet hatten Berufsfachschule und Berufskolleg der Erwin-Teufel-Schule Sorge getragen.

 

Die Preisträger:
Erster Preis „Jufam“: Michelle Merkt, Hannah Fetzer, Judith Ginzel, Vanessa Vig, Lea Palilla, Lena Kupferschmid, Daniela Diehm, Laura Brugger, Nina Schätzle, Jana-Maria Butsch, Selina Mattes, Liane Lujic, Ann-Kathrin Meilhammer, Kristina Sivirin, Annalena Grimm, Marco Bast, Martin Maier.
Zweiter Preis „Fairbrecher“: Johanna Diehm, Daniela Diehm, Lara Kaltenbach, Sarah Koch, Stephan Koch, Sophia Barth, Lars Fetzer, Kristina Hromovskih.
Einzelpreis: Vanessa Grimm.

Foto: Michael Hochheuser, Heuberger Bote
Foto: Michael Hochheuser, Heuberger Bote